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Beispiele, wie es besser geht!

»Transition« ist eine Begriff aus der Politikwissenschaft. Er bezeichnet den Wechsel oder Austausch eines politischen Systems. Die folgenden Beispiele beweisen, dass soetwas auch in der Praxis funktioniert. Nämlich dann, wenn sich Leute zusammenschließen und es in ihrem Verantwortungsbereich ab heute selber besser machen!

Entwicklung auf Basis von Werten:
Das kleine Land Bhutan zeigt uns wie es geht — das Bruttonationalglück.

Regionalgeld:
Geld ist ein von Menschen geschaffenes, soziales Gestaltungsmittel — kein gottgegebenes System. Daher: Weg mit dem Geldmonopol, hin zu einer Währungsvielfalt, die unserer sozialen Vielfalt gerecht wird! Der Chiemgauer zeigt wie es geht.

Soziales Bankenwesen:
Eine Bank, die ihren Mitgliedern gehört (übrigens auch mir!) — die GLS Bank.

Neue Wirtschaftsform:
Ein neuer Ansatz um (wirtschaftlichen) Erfolg einer Gesellschaft zu entwickeln und zu messen — Die Gemeinwohlökonomie.

Waren zum wahren Wert:
Ein Wirtschaftsmodell, in dem gesamtgesellschaftliche Kosten in den der Preis eines Produkts einberechnet werden — True Cost Economics

Neue Wirtschaftwissenschaften:
Zwei Netzwerke für BWLer, VWLer und Co., die gegen falschen Paradigmen einer wachstumszentrierten Wirtschaftslehre ankämpfen: http://kickitover.org/ oder http://www.isipe.net/

Globale Netzwerke, lokales Handeln:

Wie man sich lokal für die Zukunft organisiert — das Trasition Netzwerk.

Geteilte Mobilität:

Ein Besipiel für die Share‐Economy — moderne Echtzeit‐Mitfahrzentrale Flinc

Geteiltes Wissen:
Wissen zum Nulltarif, kennt jeder, nutzt jeder — wikipedia.

Freunde auf der ganzen Welt:

Sozialer, interkultureller Austausch geht auch ohne Geld — couchsurfing.

Diese Links sind nur ein kleiner Überblick über ein paar tolle Ansätze. Natürlich gibt es noch viele weitere ermutigende Beispiele, die uns zeigen, dass Veränderung tatsächlich möglich ist. Auch wenn es uns manchmal langsam und zäh vorkommt: Da draußen ist gerade einiges in Bewegung!

2 Comments

  1. Pascal

    Servus Matthias,

    ich bin begeistert von deiner Seite sowie den Ideen zur Veränderung der Gesellschaft, die du hier gesammelt hast. »zäh und langsam« — ich finde, besonders in konservativen Bezirken wie Niederbayern, es sehr schwer, ähnlich‐denkende Menschen zu finden bzw. zu vernetzen, um gewisse Dinge überhaupt ins Rollen zu bringen. Ich habe leider häufig die Erfahrung gemacht, dass es (sehr) viele Menschen nicht kümmert, was ihre Taten und ihr Verhalten mit der Umwelt anstellt.

    Ich habe erst letzte Woche jemanden darauf angesprochen, was er eigentlich da treibe, als ich ihn mit Spritzmittel auf einer 1m x 4m großen Grünfläche gesehen habe und schon der ganze Gehsteig triefte und es um ihn herum in den Augen brannte. Bei solchem unreflektiertem Verhalten mangelt es mir an Geduld und Rückhalt, deswegen freut es mich umso mehr, dass man nun immer häufiger Perlen wie diese zufällig im Netz findet (ich war auf der Suche nach einem Greenpeace‐Plakat für ein Zimmer 😉 ).

    Gibt es auch politische Projekte, die Der Medienbayer betreut? Stichwort: ÖDP/Die Grünen

    Im Zusammenhang mit dieser Sammlung möchte ich noch ergänzen:

    Unity — ein Dokumentarfilm, der im August ins Kino kommt
    https://www.youtube.com/watch?v=qSVq_OvlUvM

    Fairphone — ein Smartphone‐Projekt, welches versucht, die Ausbeutung durch Firmen wie Apfel&Co. zu unterbinden
    http://www.fairphone.com/

    Danke fürs Lesen,
    schöne Grüße aus dem Nachbarlandkreis!
    Pascal

    1. DER MEDIENBAYER

      Hallo Pascal,
      herzlichen Dank für dein positives Feedback! Freue mich, dass meine Bemühungen gewertschätzt werden. 😉
      Das Fairphone‐Projekt ist mir auch seit längerem bekannt und passt sehr gut zu den Beispielen. Und der Unity‐Film sieht auch sehr beeindruckend aus, danke für den Tipp.
      In diesem Zusammenhang kann ich dir auch den Film »Speed — Auf der Suche nach der verlorenen Zeit« empfehlen. http://www.speed-derfilm.de/ Als der damals im Kino kam, war ich gerade voll im Projekt‐Hamsterrad gefangen. Seitdem hat sich meine Zeitwahrnehmung doch ziemlich verändert.
      Was politische Projekte angeht:
      Der ÖDP hatte ich angeboten, den letzten Europawahlkampf für sie zu machen. Die meisten Ansätze der ÖDP sind super — die einzige mir bekannte Partei, die das Wachstumsparadigma direkt in Frage stellt. Eine progressivere Kummunikation nach außen würde der ÖDP dabei sicher nicht schaden. Leider haben sie mir dann kurz vor der Europawahl doch noch abgesagt.
      Bei den Grünen bin ich hin‐ und hergerissen, hatte ich bisher noch keinen direkten Kontakt, würde es aber ggf. nicht ablehnen.
      Ansonsten bin ich derzeit mit der GWÖ‐Initiative in Kontakt, mal schaun, was sich da ergibt.
      In der Zwischenzeit muss ich noch ein paar Ausstellungen fertig bauen. 🙂

      Wünsche dir einstweilen viel Energie, um trotz niederbayerisch‐konservativem Umfeld den Idealismus weiterzutragen. Es gibt viele tolle Menschen, auch bei uns, wir müssen uns nur noch finden und zusammenarbeiten. Vielleicht magst du ja ein Transition‐Netzwerk in deinem Ort gründen?! Melde dich, wenn du Unterstützung in Kommunikationsfragen brauchst.

      Liebe Grüße,
      Matthias

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